Heisenberg Gymnasium
Workshopfahrt des JG 12 nach Berlin
Bericht

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“- Das sagte sich in diesem Jahr der Leistungskurs Sozialwissenschaften, der in Begleitung von Frau Lindner und Frau Siegel vier Tage lang die Hauptstadt erkundete. Los ging es schon am Samstag um 7.15 Uhr, als es hieß, Koffer einladen und aufsatteln. Die frühe Uhrzeit schien zunächst bei dem ein oder anderen die Euphorie für die Fahrt zu bremsen. Einen ähnlichen Eindruck vermittelte zudem auch der Leistungskurs Biologie, der sich, zusammen mit den Sozialwissenschaftlern nach Berlin aufmachte. Geteiltes Leid ist jedoch halbes Leid und so stieg die Stimmung mit jedem geschafften Kilometer merklich an. Endlich in Berlin angekommen, stand nach kurzer Erholung auch schon das erste Highlight auf dem Programm: der obligatorische Besuch im Reichstag. Beeindruckt von der besonderen Architektur, aber auch den immensen Sicherheitsvorkehrungen, erfuhr man nun die ein oder andere lustige Anekdote oder aber interessante Geschichte rund um den Sitz des deutschen Bundestages.

Am Abend war natürlich klar, „heute wird Berlins Nachtleben erkundet.“ Die unzähligen gemütlichen Bars und wummernden Clubs ließen natürlich keine Wünsche offen, sodass jeder auf seine Kosten kam.

Nach im wahrsten Sinne des Wortes mehr oder weniger Schlaf wurde am Sonntag gegen Mittag das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ besichtigt. Eine interessante Führung mit vielen neuen Impulsen hinterließ genauso ihre Spuren wie der Besuch der dazugehörigen Ausstellung, die den Holocaust an vielen Stellen durch sehr persönliche Schicksale greifbarer und doch unbegreiflicher machte. So fand auch noch auf dem Weg ins Hotel ein reger Austausch über persönliche Eindrücke statt.

Der Rest des Nachmittags stand zur freien Gestaltung zur Verfügung, was die einen zum Shoppen animierte, andere jedoch eher zum Verweilen in einem von vielen schönen Cafés einlud. Auch hier hatte Berlin wieder für jeden etwas zu bieten.

Am Montag stand dann ein wahrer Marathon auf dem Programm. Los ging es schon um 7.30 Uhr. Ziel war das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohen-Schönhausen. Hier nahm man an einer Führung durch einen Zeitzeugen, einem ehemaligen Insasse, und an einem anschließenden Seminar statt. Vielen Aspekte der systematischen Geheimdienstarbeit in der DDR wurden hierdurch sichtbar. Besonders beeindruckend war es jedoch, direkten Kontakt zu einem Zeitzeugen zu haben, der den Schülern auch im späteren Seminar bei der Erarbeitung bestimmter Themen kompetent zur Seite stand.

Unter Zeitdruck ging es daraufhin zum Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Disziplin und Konzentrationsfähigkeit der Schüler sei hierbei gelobt, die sich trotz erster Anzeichen von Müdigkeit weiter tapfer durch einen zeitweise nicht allzu spannenden Vortrag schlugen und später auch vor kritischen Fragen nicht zurückschreckten.

Der Rest des Tages stand wieder zur freien Verfügung, bei dem Berlin mit all seinen Facetten erkundet wurde. Der letzte Abend wurde dann natürlich noch voll ausgekostet, wobei sich sogar andere Leistungskurse aus Gladbeck, die auch nach Berlin gereist waren, dazu gesellten.

Der Dienstag bot nach dem Besuch der „East Side Galery“, einem von Künstlern gestalteten ehemaligen Mauerabschnitt direkt an der Spree, noch ausreichend Zeit, um die letzten vollen Züge von Berlin aufzunehmen. Auch hier waren die Möglichkeiten endlos. Ob ein Besuch des berühmten KaDeWes oder ein entspannter Mittagsschlaf an der Spree, die Freizeitgestaltung war genau wie Berlin auch, vielseitig.

Um 16 Uhr ging es dann leider schon zurück nach Gladbeck. Die Schüler verließen Berlin zwar mit einem weinenden, jedoch auch mit einem lachenden Auge. Natürlich werden alle diese kulturelle Vielfalt und Eigenheit Berlins vermissen, so war dieser Ausflug doch auch - man glaubt es kaum - anstrengend und der ein oder andere hatte zu Hause mit Sicherheit ein wenig Schlaf nachzuholen. Dennoch trübt dies das Gesamtbild einer überaus gelungenen LK-Fahrt nicht, denn die Eindrücke, die die Schülerinnen und Schüler gemacht haben, werden alle wohl zum Glück so schnell nicht vergessen.

Martin Berner (Jg.12)

Fotos


 
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